Waterdrop, TAPP Water & AquaTru: Neue Wasserfilter-Marken im Vergleich

Redaktion

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Die neue Generation der Wasserfilter-Marken

Der deutsche Markt für Wasserfilter steht vor einem Generationswechsel. Während BRITA und BWT jahrzehntelang das Geschäft dominiert haben, drängen seit etwa 2020 eine Handvoll junger Direct-to-Consumer-Marken auf den Markt – mit aggressivem Online-Marketing, ansprechendem Design und einem Vertriebsmodell, das ganz auf Amazon und eigene Webshops setzt.

Waterdrop, TAPP Water und AquaTru sind die bekanntesten Vertreter dieser neuen Welle. Dazu kommt mit DrinkPure ein europäischer Herausforderer aus der Schweiz. Alle vier Marken verbindet, dass sie entweder gar nicht oder nur sehr eingeschränkt im stationären Handel erhältlich sind. Ihre Kartuschen bekommst du ausschließlich beim Hersteller oder auf Amazon.

Wir haben die neue Generation der Wasserfilter-Marken unter die Lupe genommen – und erklären, warum du nicht jeder Marketingversprechen blind vertrauen solltest.

Die Marken im Porträt

Waterdrop – Der aggressive Aufsteiger aus China

Waterdrop wurde 2015 in Nanjing gegründet und hat sich innerhalb weniger Jahre zu einem der meistverkauften Wasserfilter-Marken auf Amazon entwickelt. Mit einer aggressiven Wachstumsstrategie und einem breiten Produktportfolio – von Tischfiltern über Untertisch-Anlagen bis hin zu intelligenten Umkehrosmose-Systemen – hat Waterdrop vor allem auf dem US-Markt massiv aufgeholt.

In Deutschland ist Waterdrop vor allem für seine Umkehrosmose-Anlagen bekannt, allen voran das Modell Waterdrop K19 (Waterdrop K19 Umkehrosmose-System). Das System kommt ohne Vorratstank aus, was Platz spart, und nutzt eine mehrstufige Filtration mit Aktivkohle und RO-Membran.

Stärken: Ansprechendes Design, starke Online-Präsenz, günstige Einstiegspreise, RO-Technik für anspruchsvolle Wasserqualität Schwächen: Kartuschen nur über Waterdrop selbst oder Amazon erhältlich, teils undurchsichtige Zertifizierungsangaben, chinesische Herkunft mit eingeschränktem europäischem Kundenservice

TAPP Water – Der europäische Fokus

TAPP Water kommt aus Barcelona und hat sich auf einfach zu bedienende Wasserhahnfilter spezialisiert. Die Marke setzt auf einen Nachhaltigkeitsanspruch: Die Kartuschen von TAPP Water bestehen teilweise aus biologisch abbaubaren Materialien, und das Unternehmen wirbt mit einem geringeren CO₂-Fußabdruck als Wettbewerber.

TAPP Water vertreibt zwei Hauptprodukte: den TAPP 2 (Nachfolger des TAPP 1) und den TAPP 2S mit einem zusätzlichen Vorfilter für Regionen mit hartem Wasser. Beide werden direkt am Wasserhahn montiert – eine Installation, die laut TAPP Water ohne Werkzeug in wenigen Minuten erledigt ist.

Anders als bei vielen Mitbewerbern sind die TAPP-Water-Kartuschen so konzipiert, dass sie im Hausmüll entsorgt oder über den Biomüll abgebaut werden können. Ein lobenswerter Ansatz, der in der Praxis aber noch Einschränkungen hat.

Stärken: Europäische Marke (Barcelona), Nachhaltigkeitsfokus mit biologisch abbaubaren Kartuschen, einfache Montage, vergleichsweise niedrige Kartuschenkosten Schwächen: Keine Umkehrosmose oder Ultrafiltration, begrenzte Schadstoffreduktion (vor allem Chlor, nicht aber Nitrat oder PFAS), kein stationärer Handel, noch relativ unbekannt in Deutschland

AquaTru – Die US-Revolution für countertop RO

AquaTru ist ein US-amerikanisches Unternehmen, das sich auf Tisch-Umkehrosmoseanlagen spezialisiert hat. Die Besonderheit: AquaTru bringt die Technik einer professionellen RO-Anlage in ein kompaktes Gerät für die Küchenarbeitsplatte – ohne dass ein Installateur benötigt wird.

Das Prinzip ist einfach: Wasser wird durch eine vierstufige Filtration geleitet – Sedimentfilter, Aktivkohle, RO-Membran und ein abschließender Aktivkohle-Nachfilter. Heraus kommt laut AquaTru reines Wasser, das auch Schadstoffe wie PFAS, Blei, Nitrat und Chrom reduziert.

AquaTru hat vor allem in den USA und Kanada eine treue Nutzerbasis aufgebaut. In Deutschland ist die Marke bislang vor allem über Amazon erhältlich. Die Anschaffungskosten sind mit 300–400 EUR deutlich höher als bei einem Tischfilter, dafür entfällt die Abhängigkeit von teuren Einwegkartuschen im Vergleich zu manchen Wettbewerbern.

Stärken: Echte Umkehrosmose-Qualität im Tischformat, kein Installateur nötig, PFAS- und Nitrat-Reduktion laut Hersteller nachgewiesen, vierstufige Filtration Schwächen: Hohe Anschaffungskosten (300–400 EUR), eigenes Kartuschenformat (nur von AquaTru), regelmäßiger Kartuschenwechsel nötig (ca. alle 6–12 Monate pro Stufe), großer Platzbedarf auf der Arbeitsplatte

DrinkPure – Die ETH-Zürich-Innovation

DrinkPure ist ein Spin-off der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich und nutzt eine innovative Hohlfaser-Membrantechnologie, die ursprünglich für medizinische Anwendungen entwickelt wurde. Die Besonderheit: Die Membranen filtern Bakterien und Mikroorganismen physisch heraus, ohne dass Chemikalien oder hoher Druck nötig sind.

DrinkPure bietet verschiedene Systeme an – von der Trinkflasche mit integriertem Filter bis hin zu Festanschluss-Lösungen. Das Unternehmen positioniert sich als wissenschaftlich fundierte, europäische Alternative zu den großen US-Marken.

In Deutschland ist DrinkPure noch relativ unbekannt, auf dem Schweizer Markt hat die Marke aber bereits eine feste Nutzerbasis. Die Filterleistung ist beeindruckend, das Kartuschenangebot ist allerdings noch überschaubar.

Stärken: Schweizer Spitzenforschung, Hohlfaser-Membran für Bakterienfiltration, kompakte Bauweise, europäische Produktion (Schweiz) Schwächen: In Deutschland noch schwer erhältlich, begrenztes Produktportfolio, Kartuschen nur direkt beim Hersteller

Filtertechnologie im Vergleich

Die vier neuen Marken nutzen unterschiedliche Filtrationstechnologien – und genau hier liegt eine der wichtigsten Unterschiede.

Aktivkohle-Filtration (TAPP Water)

TAPP Water setzt wie die meisten einfachen Wasserhahnfilter auf Aktivkohle-Mikrofiltration. Aktivkohle ist hervorragend geeignet, um Chlor, organische Verbindungen und Geruchsstoffe zu reduzieren. Die Wirksamkeit hängt stark von der Kontaktzeit und der Menge des Filtermediums ab.

Was TAPP Water filtert:

  • Chlor und Chlorgeruch
  • Organische Verunreinigungen
  • Geschmacksverbesserung
  • Mikroplastik (laut Hersteller)

Was TAPP Water nicht oder nur eingeschränkt filtert:

  • Nitrat
  • PFAS (per- und polyfluorierte Alkylverbindungen)
  • Bakterien (keine sichere Filtration ohne zusätzliche Membran)
  • Kalk (Ionentauscher fehlt)

Umkehrosmose (Waterdrop K19, AquaTru)

Sowohl Waterdrop K19 als auch AquaTru nutzen Umkehrosmose (RO) – die Membrantechnologie mit der höchsten Reinigungsleistung. Bei RO wird Wasser unter Druck durch eine extrem feinporige Membran gepresst. Moleküle, die größer sind als Wasser (z. B. Salze, Schwermetalle, Nitrat, PFAS), werden zurückgehalten.

Die Vorteile von RO sind enorm: Nahezu alle Schadstoffgruppen werden entfernt – auch Nitrat und PFAS, die bei einfachen Aktivkohlefiltern kaum reduziert werden.

Die Nachteile ebenfalls: RO-Anlagen sind teurer, brauchen mehr Platz und erzeugen Abwasser (bei AquaTru und Waterdrop K19 fällt ein Abwasser-Verhältnis von ca. 2:1 bis 4:1 an). Außerdem gehen bei RO auch natürliche Mineralien verloren – das gefilterte Wasser ist mineralarm.

Was Waterdrop K19 und AquaTru filfern:

  • Chlor und Chlorgeruch
  • Schwermetalle (Blei, Kupfer, Quecksilber)
  • Nitrat
  • PFAS
  • Bakterien und Viren
  • Kalk (bei Waterdrop K19 optional über Zusatzfilter)

Wichtig zu wissen: Die Herstellerangaben zu PFAS-Reduktion basieren oft auf Laborversuchen unter Idealbedingungen. Im realen Betrieb hängt die tatsächliche Leistung von Faktoren wie Wasserdruck, Temperatur und Verschmutzungsgrad ab. Unabhängige Zertifizierungen (z. B. NSF/ANSI 53 für PFAS) sind deshalb ein wichtiges Qualitätskriterium, das nicht alle Marken vorweisen können.

Hohlfaser-Membran (DrinkPure)

DrinkPure nutzt Hohlfaser-Membranen – feine Röhrchen mit Poren, die Bakterien und Protozoen mechanisch zurückhalten. Diese Technologie ist bewährt in der Medizintechnik (z. B. bei Dialyse) und wird zunehmend auch in der Trinkwasserfiltration eingesetzt.

Die Vorteile: Kein Chemikalieneinsatz, hohe Durchflussraten, Bakterienfiltration ohne Druckaufbau.

Die Einschränkungen: Hohlfaser-Membranen filtern im Gegensatz zu RO keine gelösten Stoffe wie Nitrat, Schwermetalle oder Salze. Für Haushalte mit gutem Leitungswasser und dem Wunsch nach Bakterienschutz ist DrinkPure dennoch eine interessante Option.

Kostenvergleich: Was kostet gefiltertes Wasser?

Die reinen Anschaffungskosten sagen wenig aus. Entscheidend sind die Gesamtkosten über die Nutzungsdauer – und hier unterscheiden sich die Marken erheblich.

Anschaffungskosten im Überblick

Marke / ModellTypca. Preis
Waterdrop K19 Umkehrosmose-SystemUmkehrosmose (Untertisch)350–450 EUR
AquaTru countertop ROUmkehrosmose (Tisch)300–400 EUR
TAPP 2 / TAPP 2SWasserhahnfilter80–120 EUR
DrinkPureHahnfilter / Trinkflasche50–100 EUR
BRITA On TapWasserhahnfilter40–60 EUR
Philips AWP2980Wasserhahnfilter30–40 EUR

Jährliche Kartuschenkosten (bei 5 Liter/Tag)

Marke / ModellKartuschenpreisWechselintervallJährliche Kosten
Waterdrop K19 Umkehrosmose-System25–35 EUR/Stk. (2–3 Stk. pro Jahr)6–12 Monate60–100 EUR
AquaTru30–50 EUR/Satz (4 Stufen)6–12 Monate80–120 EUR
TAPP 2 / 2S15–25 EUR/Stk.3–6 Monate50–80 EUR
Philips AWP298013–17 EUR/Stk.6 Monate (1.000 L)ca. 30 EUR
BRITA On Tap22–28 EUR/Stk.4 Monate (600 L)ca. 70 EUR

Cost per Liter: Wer ist am günstigsten?

Rechnet man die Anschaffungskosten über 3 Jahre auf den Liter um, ergibt sich folgendes Bild:

  • Philips AWP2980 (Philips AWP2980): ca. 0,03–0,05 EUR/Liter – der absolute Kosten-Champion
  • TAPP 2: ca. 0,08–0,12 EUR/Liter – günstig im Betrieb, teure Kartuschen
  • Waterdrop K19 (Waterdrop K19 Umkehrosmose-System): ca. 0,10–0,15 EUR/Liter – günstige RO-Option
  • AquaTru: ca. 0,15–0,25 EUR/Liter – teuer, aber mit RO-Technik
  • BRITA On Tap (BRITA On Tap): ca. 0,08–0,12 EUR/Liter – vergleichbar mit TAPP

Fazit Kosten: Wer die niedrigsten langfristigen Kosten will, greift weiterhin zu Philips AWP2980. Die neuen DTC-Marken liegen preislich im Mittelfeld – und sind teurer als manche etablierten Wettbewerber. Die höheren Kosten lassen sich nur teilweise durch bessere Technik rechtfertigen.

Die Abo-Falle: Proprietäre Kartuschen als Geschäftsmodell

Hinter dem Erfolg der neuen DTC-Marken steckt ein Geschäftsmodell, das du kennen solltest: proprietäre Kartuschen mit Abonnement-Option.

Bei Waterdrop kannst du ein Kartuschen-Abonnement abschließen, das dir regelmäßig neue Filter nach Hause liefert – mit Rabatt gegenüber dem Einzelkauf. Das klingt komfortabel, hat aber einen entscheidenden Nachteil: Du bist langfristig an den Hersteller gebunden.

Wenn Waterdrop morgen die Preise erhöht, den Service einstellt oder die Kartuschen-Produktion umstellt, stehst du mit einem teuren Gerät da, das du nicht mehr betreiben kannst. Bei Philips AWP2980 oder BRITA On Tap ist das Risiko geringer, weil die Kartuschen von vielen Anbietern (auch Drittanbietern) erhältlich sind.

TAPP Water bietet ein ähnliches Abomodell, punktet aber mit dem Vorteil, dass die Kartuschen laut Hersteller in bestimmten Varianten kompostierbar sind – ein echter Nachhaltigkeitsvorteil gegenüber dem Kunststoffmüll der Mitbewerber.

AquaTru hat ein geschlossenes Kartuschen-System, bei dem jede der vier Filterstufen in einem eigenen, teuren Kartuschenmodul steckt. Der Wechsel ist einfach, aber die Kosten sind hoch.

Unser Tipp: Sieh dir vor dem Kauf die langfristigen Kartuschenkosten an – nicht nur den Anschaffungspreis. Ein günstiges Gerät mit teuren, exklusiven Kartuschen kann über drei Jahre teurer kommen als ein teureres Gerät mit günstigen, weit verbreiteten Kartuschen.

PFAS-Zertifizierung: Was ist dran an den Versprechen?

PFAS (per- und polyfluorierte Alkylverbindungen) sind eine Gruppe künstlicher Chemikalien, die als „Ewigkeitschemikalien” bezeichnet werden, weil sie in der Umwelt kaum abgebaut werden. Sie stehen im Verdacht, gesundheitsschädlich zu sein, und werden zunehmend in Trinkwasserversorgungen gefunden.

Die neuen DTC-Marken werben aggressiv mit PFAS-Reduktion. Doch nicht alle Versprechen sind gleichermaßen belastbar:

Waterdrop listet für das K19-Modell eine PFAS-Reduktion laut NIST-Zertifizierung. Die NIST-Liste ist allerdings eine Referenz, keine unabhängige Prüfstelle. Eine dritte Partei (z. B. NSF/ANSI oder DVGW) fehlt bei vielen Waterdrop-Produkten.

AquaTru verweist auf NSF/ANSI-Standard 58 für Umkehrosmose und teilweise auf NSF/ANSI 53 für PFAS-Reduktion. Die Zertifizierung ist bei AquaTru-Modellen für den US-Markt nachvollziehbar, für den europäischen Markt aber nicht immer explizit bestätigt.

TAPP Water macht keine konkreten PFAS-Reduktionsversprechen – was ehrlicher ist, aber auch bedeutet, dass du bei PFAS-Belastung auf andere Lösungen angewiesen bist.

DrinkPure kann für die Hohlfaser-Membran keine spezifische PFAS-Reduktion nachweisen, da die Membran vor allem Partikel und Bakterien filtert, gelöste PFAS aber durchlässt.

Unser Rat: Wenn in deiner Region eine PFAS-Belastung bekannt ist, ist ein RO-System (Waterdrop K19 Umkehrosmose-System oder AquaTru) die richtige Wahl. Achte aber darauf, dass die Zertifizierung von einer unabhängigen Stelle (NSF/ANSI 53, DVGW, oder equivalent) stammt. Im Zweifel hilft ein Blick auf die Webseite des Herstellers – und ein kritischer Vergleich mit den Angaben auf der offiziellen Zertifizierungsdatenbank.

Vergleich mit etablierten Marken

Die neuen DTC-Marken treten nicht nur untereinander an, sondern direkt gegen BRITA, Philips und BWT. Hier ein ehrlicher Vergleich:

KriteriumWaterdropTAPP WaterAquaTruDrinkPurePhilips AWP2980BRITA On Tap
FiltertechnikRO + AktivkohleAktivkohleRO + AktivkohleHohlfaserAktivkohleAktivkohle + Hohlfaser
PFAS-ReduktionJa (labortested)NeinJa (zertifiziert)NeinNeinTeilweise
Nitrat-ReduktionJaNeinJaNeinNeinNein
BakterienfiltrationJaNeinJaJaNeinJa
KalkreduktionOptionalNeinNeinNeinNeinNein
Kartuschen/Jahr2–32–41–22–423
Jährl. Kartuschenkosten60–100 EUR50–80 EUR80–120 EUR40–60 EURca. 30 EURca. 70 EUR
Stationärer HandelNeinNeinNeinSeltenJaJa
AbomodellJaJaNeinNeinNeinNein
Recycling/KompostierungEingeschränktJa (biologisch)EingeschränktTeilweiseNeinJa (BRITA-Programm)

Für wen ist welche Marke die richtige?

Waterdrop ist die richtige Wahl, wenn du …

  • …ein Umkehrosmose-System zu einem vergleichsweise günstigen Preis suchst
  • …auf Amazon DE kaufen möchtest und Wert auf eine große Auswahl legst
  • …über eine RO-Anlage nachdenkst, aber kein Vermieter bist (Untertisch-Modell)

Unsere Empfehlung: Waterdrop K19 Umkehrosmose-System als RO-Einsteigermodell mit gutem Preis-Leistungs-Verhältnis. Aber:Informiere dich vorab genau über die Langzeitkosten der Kartuschen.

TAPP Water ist die richtige Wahl, wenn du …

  • …einen einfachen Hahnfilter mit Nachhaltigkeitsanspruch suchst
  • …in einer Region mit normaler Leitungswasserqualität wohnst
  • …biologisch abbaubare Kartuschen bevorzugst
  • …keine Installation willst und das System mitnehmen möchtest

Unsere Empfehlung: TAPP 2S für Regionen mit härterem Wasser, TAPP 2 für weiche bis mittlere Wasserhärte. Vergiss nicht, das Abomodell kritisch zu prüfen – ein Einzelkauf ist langfristig nicht automatisch teurer.

AquaTru ist die richtige Wahl, wenn du …

  • maximale Filtrationsleistung (RO) willst, ohne eine Festinstallation
  • …in einem Gebiet mit bekannter PFAS- oder Nitratbelastung wohnst
  • …bereit bist, mehr Platz auf der Arbeitsplatte zu opfern
  • …langfristig den höchsten Reinheitsstandard für dein Trinkwasser willst

Warnung: Prüfe vor dem Kauf, ob die Kartuschen in Europa erhältlich sind und wie hoch die tatsächlichen Importkosten sind. Manche US-Produkte haben in der EU-Version abweichende Spezifikationen.

DrinkPure ist die richtige Wahl, wenn du …

  • …einen schweizerischen Hersteller mit wissenschaftlichem Hintergrund bevorzugst
  • …vor allem Bakterienfiltration willst (z. B. bei Regenwasser oder Brunnenwasser)
  • …ein kompaktes System für Reisen oder die Mietwohnung suchst

Hinweis: DrinkPure ist in Deutschland noch schwer im stationären Handel erhältlich. Der Online-Kauf direkt beim Hersteller ist bislang die zuverlässigste Bezugsquelle.

Kritische Einordnung: Was die neuen Marken nicht können

So überzeugend das Marketing der neuen DTC-Marken klingt – es gibt einige Punkte, die kritisch betrachtet werden sollten:

1. Zertifizierungen sind nicht immer unabhängig. Viele Herstellerangaben basieren auf internen Laborversuchen oder Zertifizierungen, die in den USA erstellt wurden, aber nicht eins zu eins auf europäische Bedingungen übertragbar sind. Achte auf DVGW, NSF/ANSI oder equivalente europäische Standards.

2. Der Kundenservice ist eingeschränkt. Alle vier Marken sind primär Online-Händler. Wenn etwas nicht funktioniert, ist der Weg zum Händler umständlicher als bei BRITA oder BWT, die in jeder größeren Stadt Servicestellen haben.

3. Die Abhängigkeit von proprietären Kartuschen ist ein Risiko. Sollte ein Hersteller aus dem Markt ausscheiden oder die Preise drastisch erhöhen, bleibt der Kunde mit einem teuren Gerät und keinen Alternativ-Kartuschen zurück.

4. Für normales Leitungswasser in Deutschland sind die meisten neuen Marken überdimensioniert. In weiten Teilen Deutschlands ist das Leitungswasser von ausgezeichneter Qualität. Ein BRITA Marella Tischfilter oder Philips AWP2980 entfernt Chlor und verbessert den Geschmack – für deutlich weniger Geld und Aufwand.

Fazit: Neue Marken mit Stärken, aber auch klaren Schwächen

Die neue Generation der Wasserfilter-Marken bringt echte Innovationen auf den Markt: Waterdrop und AquaTru machen Umkehrosmose auch für Privathaushalte zugänglich, TAPP Water setzt auf Nachhaltigkeit und DrinkPure überzeugt mit Schweizer Ingenieurskunst.

Aber die neuen DTC-Marken haben auch klare Schwächen: Die Abhängigkeit von proprietären Kartuschen, der eingeschränkte Kundenservice und die zum Teil undurchsichtigen Zertifizierungen sollten nicht ignoriert werden. Wer ein System mit langfristig planbaren Kosten und guter Verfügbarkeit sucht, fährt mit Philips AWP2980 oder BRITA On Tap oft besser.

Für die meisten Haushalte in Deutschland empfehlen wir: Einen einfachen Aktivkohlefilter wie Philips AWP2980 oder BRITA Marella für den täglichen Gebrauch. Erst wenn eine spezifische Wasserbelastung (PFAS, Nitrat) vorliegt, lohnt sich der Griff zu einem RO-System wie Waterdrop K19 Umkehrosmose-System oder AquaTru – nach sorgfältiger Prüfung der Langzeitkosten und unabhängiger Zertifizierungen.

Mehr zum Thema Wasserfilter und Kosten findest du in unserem Artikel Wasserfilter Kosten: Preis pro Liter im Vergleich. Eine ausführliche Kaufberatung mit allen Modellen bietet unser Wasserfilter-Kaufratgeber.

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Häufig gestellte Fragen

Sind Waterdrop, TAPP Water und AquaTru besser als etablierte Marken wie BRITA?

Nicht pauschal. Die neuen DTC-Marken bieten teils fortschrittlichere Filtertechnik (z. B. Umkehrosmose bei AquaTru), haben aber auch Schwächen bei Verfügbarkeit, Kartuschenkosten und Kundenservice. BRITA punktet weiterhin mit dem breitesten Zubehör-Netzwerk.

Wie hoch sind die jährlichen Kosten bei Waterdrop, TAPP Water und AquaTru?

Die Anschaffungskosten liegen bei 150–500 EUR. Kartuschen kosten 40–120 EUR pro Jahr. Bei AquaTru und Waterdrop kommen teils teure Spezialkartuschen hinzu. TAPP Water ist mit ca. 50–70 EUR/Jahr am günstigsten.

Was ist die größte Schwäche der neuen DTC-Wasserfilter-Marken?

Proprietäre Kartuschen und Abonnements. Bei allen drei Marken sind die Filter nur von der jeweiligen Marke erhältlich. Das schafft eine langfristige Abhängigkeit und birgt das Risiko steigender Preise.

Welche Marke filtert am besten – auch gegen PFAS?

Umkehrosmose-Systeme wie AquaTru und Waterdrop K19 entfernen PFAS am zuverlässigsten. Aktivkohle-Filter wie TAPP Water reduzieren PFAS nur teilweise. Unabhängige Zertifizierungen (z. B. NSF/ANSI 53) sind entscheidend.

Lohnt sich ein Umkehrosmose-System wie AquaTru oder Waterdrop K19?

Für Haushalte mit stark belastetem Wasser oder hohen PFAS-Werten ja. Für normale Leitungswasserqualität in Deutschland sind Tischfilter wie BRITA Marella oder Philips AWP2980 kosteneffizienter und einfacher in der Handhabung.

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